Warum einen Blog schreiben?

Bloggen ist etwas, das man Mitte der Nuller Jahre gemacht hat. Und selbst damals war es ja nur begrenzt cool. Heutzutage gibt es doch schon so viele davon – und jeder hat sich seine Blogs die er gerne liest bereits herausgesucht – dass ein Start beinahe schon lächerlich erscheint und definitiv zum Scheitern verurteilt ist. Immerhin war der große Hype auf Podcasts übergegangen und flaut auch bereits wieder ab. Jetzt noch einen Fuß in die Tür zu bekommen, ist beinahe unmöglich. Aber muss man natürlich auch gar nicht.

Denn dafür ist dieser Blog nicht gedacht. Es ist einfach dafür da, etwas Dampf abzulassen. Oder einer Fantasie nachzuhängen. Zu Träumen. Zu Denken. Plump gesagt: etwas zu tun zu haben, während ich wieder viel zu viel Kaffee am Morgen trinke. Nicht mehr und nicht weniger. Reicht das nicht auch?

Also erwartet hier bitte keine hochtrabenden Philosophischen Diskurse über den metaphysischen Stand der Welt und seine Auswirkungen auf das Ich nach der Freudschen Definition. (Ich glaube nicht, dass dieser Satz Sinn ergibt, aber fuck it. Ihr versteht, was ich meine.) Es ist schlichtweg eine Beschäftigungstherapie für mich.

Und auch für euch.

Denn nicht nur könnt ihr eure Zeit damit verschwenden, an meinem morgendlichen Gedankengrummeln Teil zu haben. (Gern geschehen.) Nein, es kommt noch viel besser! (Hört, hört.) Ihr könnt mitmachen und den Weg der Beträge lenken. Ihr könnt sowohl unter den Posts kommentieren und eure Meinung zum Beitrag kundtun (Es gilt wie immer: Don’t be a dick!) oder ihr schreibt mir über das Kontaktformular euren Wunsch nach einem zukünftigen Beitrag. Oder warum mein letzter Beitrag absoluter Schwachsinn war. Oder ein Problem bei dem Ihr einen Ratschlag braucht. Whatever. Lasst uns in Kontakt treten und einen Dialog aufbauen.

Ich werde am Ende eines Posts auf eure Nachrichten antworten. Wenn mir was dazu einfällt, versteht sich. Falls nicht bekommt ihr eine Antwort wie Leonard Maltins Review vom Film Isn’t It Romantic? Sie hieß schlichtweg: No.

So cool muss man erstmal sein.

Das einzige andere Ziel, was ich mit diesem Blog verfolgen will, ist meinen Schreibstil zu verbessern. Er ist derzeit nicht sehr gut. Ich weiß das und ich entschuldige mich dafür. Aber ich lerne. Und bekanntlich ist Übung der beste Lehrmeister. Das hier soll auch nicht zu trockenen Essays ausarten oder sich plötzlich in mehr Stilmitteln verlieren als ein Sonett. Es soll einfach locker flockig von der Leber weggeschrieben sein – und gleichzeitig doch einen gewissen Standard erfüllen und sich auch stetig verbessern. Ob das so möglich ist?

Finden wir es doch gemeinsam heraus.

Ich lade euch ein, mir auf dieser Reise zu folgen. Getränke bringt jeder selber mit, ich bin ja nicht Rockefeller. Schlechte Witze gehen dafür aufs Haus. Ganz ehrlich (warum sollte ich nicht ehrlich sein?) habe ich keine Ahnung, wie oft ich es schaffe, neue Beiträge zu veröffentlichen. Ich ziele – ganz optimistisch und vollkommen übertrieben – zuerst auf dreimal die Woche ab. Mal sehen, wie lange ich das auch durchhalte. So wie ich mich kenne, was leider sehr gut ist, wird das nicht so lange sein. Aber ich werde mir Mühe geben, zumindest die meisten Wochentage euch um 10 Uhr an meinen überlebenswichtigen Gedanken teilhaben zu lassen.

Schön aufpassen, das ist alles Prüfungsrelevant!

Cheers

Euer Barista

2 Kommentare zu „Warum einen Blog schreiben?

  1. Na ja! Vorweg: unter einem ganz ähnlichen Syndrom leide ich auch … ha ha
    So ergeht es wohl erst einmal vielen von uns. Aber sich ernsthaft bemühen im Sinne von Literatur zu schreiben, das mag kein reiner Zeitvertreib im Sinne entfremdeter Sozialisation, also nur ein Totschlagen der in unserer Gesellschaft immanent gemachten LANGEWEILE sein.
    Lieber Barista, vielleicht schmeisst Du Dir zu diesem Thema einmal etwas von Erich Fromm rein … Wer Langeweile hat, und sie kann schmerzhaft bis tödlich wirken, macht meiner Meinung nach in seinem Leben etwas verkehrt. Denke diese Prüfung werde ich wie so viele vorher ebenfalls überstehen … Wie wäre es mit Multiple Choice? Mehrere oder alle Antworten sind erlaubt.
    Bloggen (8 Punkte): Ist Bloggen:
    A) Ein blödsinniger Zeitvertreib?
    B) Ist Bloggen eine die Erkenntnis und den Geist anregende Tätigkeit?
    C) Ist Bloggen eine beglückende Tätigkeit gegen Langeweile oder wird diese durch das Bloggen nur hinreichend definiert?
    D) Ist Bloggen die endliche Ablösung der einstigen Postkarten, mit Bildchen illustriert als Ansichtskarte aus den Kurzurlauben des Denkens und der Seele?
    Here we go – Gruss Felix

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